DAS „INTERNATIONALE HAUS“   Studentenwohngebäude Agnesstraße 27

mit integrierter Sprachschule der „Deutschkurse der Universität München“


Neubau von Studentenwohnungen in gemischten Wohnformen, 1.Bauabschnitt mit 120 Wohnplätzen

sowie Unterrichtsräumen der Erwachsenenbildung der Universität München, Tiefgarage mit 26 Stellplätzen

Städtebaulicher Ideenwettbewerb

mit Realisierungsteil: 1. Preis 2011

mit Bernard & Sattler Landschaftsarchitekten

örtliche Bauleitung: aichner kazzer architekten


NF:      3.230 m2  

Planung LP1-9 / Fertigstellung 1.BA:    2011/2014

Baukosten KGR 300-700:    €  11,7 Mio


Bauherr:  Studentenwerk München A.d.ö.R.


MA:     Lara Metell

Dirk Brändlin


Der Neubau des „Internationalen Hauses“ ist der erste Bauabschnitt eines städtebaulichen Gesamt-konzeptes, das mittels differenzierter Stadtbau-steine eine neue städtebauliche Figur schafft, die als Synthese aus offener Bebauung der bestehen-den Studentenwohnanlage und der den Kontext dominierenden Blockbebauung konzipiert ist. Das neue Quartier ist mit den umgebenden öffentlichen Straßenräumen durch Öffnungen und Zugangs-wege räumlich und funktional vernetzt. Der halb-öffentliche Platzraum im Zentrum der Anlage bündelt die Bewegungsströme. Er ist für informelle Treffen und vielfältige Nutzungen geeignet.

Das „Internationale Haus“ bietet als Ort des Zusammenlebens von Studenten unterschiedlicher Herkunft vielfältige räumliche Angebote. Dabei werden sowohl für die Gemeinschaft Räume und Bereiche zur Kommunikation und Interaktion geschaffen als auch dem Einzelnen der private Rückzugsbereich gesichert.

Adresse des Neubaus ist die Agnesstraße. Im Erdgeschoss werden als öffentliche Funktionen mit Bezug zu Straße und Hof Gemeinschaftseinrich-tungen für die Bewohner und Unterrichtsräume der „Deutschkurse der Universität“ angeordnet. Die Sprachschule bildet als Instrument der Verständigung die Basis des „Internationalen Hauses“. Vom gemeinsamen Foyer öffnet sich der Blick in den südorientierten begrünten Innenhof. In den Obergeschossen bieten zum Innenhof ausge-richtete möblierte Laubengänge Aufenthaltsquali-tät und Kommunikationsmöglichkeiten. Kombi-nationen unterschiedlicher Wohnungstypen auf jedem Geschoss fördern die „soziale Mischung“.

Die äußere Erscheinung des Gebäudes wird von französischen Fenstern mit sich öffnenden Laibungen geprägt, die den kompakten Individual-räumen zu einem lichten, offenen Charakter verhelfen. Die Plastizität des Fassadenreliefs aus silbergrauem Edelstrukturputz und dessen in Fläche und Laibungen unterschiedliche Textur binden das Gebäude mit subtiler Differenz harmonisch in die umgebende Schwabinger Wohnbebauung ein.